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Hallo, also meiner Erfahrung nach ist das mit Groupware nicht einfach nur "Ich brauch ein Groupware" sondern man muss sich schon überlegen was die Anforderungen sind. Aus leidvoller Erfahrung kann ich sagen das ich das anfänglich so gemacht habe und diese Variante funktioniert einfach nicht. Ausserdem geh ich jetzt mal von einer Firma/Familie (auf alle Fälle >=5) aus, eine Groupware für weniger Personen ist IMHO overkill. Mir fällt mal folgendes ein (eigentlich Grundfunktionen zu denen man sich überlegen sollte wie die dargestellt werden sollen für Enduser): * Online Backup ** Abhängig von dem was drunter liegt ist das nicht selbstverfreilich ** Mein Favorit (kommt unten) kann das ohne weiteres nicht in der OSS Variante, dazu musst du zahlen * Externe Authentication möglich (aber nicht zwang) * Kalender ** Kalender/Email Integration (wie Google Apps: "Möchten Sie an diesem Termin teilnehmen -- Ja/Nein/Weiss Nicht/Hab Angst") * Kontakte ** Eigene Kontakte ** Systemweite Kontakte * Sync mit mobilen Endgeräten (diese sollten bekannt sein, oder man hat einfach sehr viel Geld um auf alles mögliche zu syncen) * Sync mit anderen Endgeräten (Mail/Kalender/Kontakte) * Shared Folders im Mail * Gemeinsame Kalender * Sekretariatsfunktion für Kalender (Sekretär/Sekretärin X kann kalender für Hr./Frau Y verwalten aber nicht die Privaten Termine) * POP/IMAP Zugriff 2009/3/6 Robert Waldner <waldner@waldner.priv.at>: >>Was ich per Google gefunden habe, überzeugt mich alles nicht. Darum die >>Frage, ob jemand hier Opensource Groupware einsetzt und eine Empfehlung >> abgeben kann, was da momentan das beste (oder zumindest gut) ist. > > Ich kann dir leider nur sagen, was alles mehr - oder noch mehr - > disfunktional ist: > - OpenXchange > - Zarafa > - OpenGroupware > - Kolab Bei OX, OpenGroupware und Kolab kann ich nur zustimmen Zarafa kenne ich nicht, aber ich höre davon in letzter Zeit auch immer wieder gutes. (Note to self: mal ein Testsystem aufsetzen) > Spaetestens bei gemeinsamen Kalendern werfen sie alle de facto das > Handtuch - in OpenXchange geht's ueber das Web-Interface ganz ok, aber Bitte bitte bitte nichts auch nur annähernd positives über OX sagen, das ist so grottenschlecht das wäre für mich als Mitarbeiter ein Kündigungsgrund wenn ich es verwenden müsste (geschweige denn Administrieren). > auch da ist beim Synchen mit Mobile Devices Schluss (weil keine > funktionierende Unterstuetzung fuer Clients, die das Synchen erledigen > koennten). Mobile Syncen? Das ist sowas wie der SQL Standard, wenn du dich dran hältst kannst du sicher sein das es nirgends geht. Mobiles Syncen ist nach Aussagen von den Win*-Kollegen auch mit Exchange ein Graus. Am besten fährt man noch mit einer definierten Menge an Endgeräten (optimalerweise liegt diese ganze Zahl irgendwo zwischen 0 und 2, Obergrenze nicht inkludiert) > Am besten geht noch Selberbasteln: IMAP-Server nach Wahl, OpenLDAP fuer > die Kontakte, Davical fuer den Kalender. Da muss ich widersprechen (ist aber natürlich abhängig von Anforderungen und der OP hat ja keine genannt). Eine ordentliche Groupware "mal schnell" zu machen ist ein Wahnsinnsaufwand und ich würde keinem Empfehlen das zu tun es sei denn es zählt zum Kerngeschäft (bzw. man nimmt das Projekt wirklich ernst). Das ist ein Wahnsinnsaufwand (siehe allein schon chandlerproject -- welches ich persönlich als gescheitert betrachte). So jetzt zu dem was ich am wenigsten diskfunktional empfinde: Zimbra - hatte es bisher nur in der OSS Variante im Einsatz der Stack besteht aus: postfix, jetty, mysql, cyrus (glaub ich), spamassassin, openldap, ein paar anderen dingen und allerhand CLI tools die man für die Userprovisionierung verwenden kann. Wie gesagt geht damit out of the Box kein Online Backup (wen wunderts: MySQL....). Ansonsten erfüllt es die meisten Anforderungen die ich oben genannt habe, insbesondere Sachen wie Gemeinsamer Kalender und/oder Mailbox (seit der 5er Version). Das mit der shared mailbox kling fürs erste nach einem: "Ja halt ein IMAP Shared folder" aber nachdem bei einer Groupware (IMHO) das Interface für die Endanwender auch sehr wichtig ist reicht halt nur ein IMAP Folder nicht aus sondern das soll dann ja auch entsprechend im GUI kommen, mit Benachrichtung das es diesen Folder jetzt gibt und tausend anderen Kleinigkeiten. Wozu ich gar nichts sagen kann ist die Funktionalität von Sync mit Mobilen Endgeräten, wir hatten sowieso das Problem das es ca 8-10 verschiedene Handy Modelle gab und haben einfach entschieden "Mobil gibts nicht" weil: a) Preis nicht gepasst hat (Zimbra in kommerziell fängt bei 25 Usern an aber soviel waren wir da nicht) b) Im Grunde reichts meistens aus das Telefon Addressbuch zu verwenden Wenn (b) nicht Zutrifft sollte man aber vorher zumindest mal drüber nachdenken und Aufschreiben was denn eigentlich die Anforderungen/Vorschriften sind. * Will man das jeder User auf seinem Privaten Handy alle möglichen Firmenkontakte hat? * Wie geht man mit Verlust des Endgerätes um (sind ja oft nicht unwichtige Daten) * Was passiert mit den Daten bei Austritt ** Wird das Handy einmal gewiped? ** Was wenn der/die Ex-Mitarbeiter/in einfach nicht mehr auftaucht? ** Was wenn man sich nach einem Streit trennt? Kann man natürlich alles über Dienstanweisungen auch regeln allerdings ist Papier halt geduldig und die Daten fliegen trotzdem durch weltweite Etherwebs.... so long, Martin -- http://soup.alt.delete.co.at http://www.xing.com/profile/Martin_Marcher http://www.linkedin.com/in/martinmarcher You are not free to read this message, by doing so, you have violated my licence and are required to urinate publicly. Thank you. Please avoid sending me Word or PowerPoint attachments. See http://www.gnu.org/philosophy/no-word-attachments.html
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