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Re: [thing@mygale.org: Re: [luga] Wiener Schulen ans Internet]



> > Wie kommen wir deiner Meinung nach mit den Lehrern in Kontakt? Gibts Lehrer-
> > Newsgruppen oder Mailinglisten?
> 
> Ja gibt's!!!
> 
Das kann schon sein. Meiner Meinung nach (Bin ein Kind aus einer
Lehrerfamilie und hab da ueberhaupt doppelte Erfahrung ;)) wird gerade
jenes Zielpublikum, das gerade dabei ist sich irgendwie zu vernetzen
mangels Netzzugangs nicht ueber Newsgroups und Mails erreichbar sein.

Ausserdem sind jene, die sich etwa in einer Newsgroup melden schon sehr
weit entwickelt und durchaus modernen und alternativen loesungen
aufgeschlossen. Die grosse Zahl der EDV-Lehrer hat meiner Erfahrung nach
die allermeiste Angst vor Computern von allen (auch deshalb weil die
meisten Schueler besser sind als die Lehrer und nichts besseres zu tun
haben, als die Schulcomputer auseinander zu nehmen). Leider neigen Lehrer
auch dazu mit einer schon fast an Fanatismus grenzenden Akribie dem
Grundsatz "never change an running system" zu froenen und daher jeder
Neuerung oder Veraenderung extrem Skeptisch gegenueber stehen.

Loesungsvorschlag: 

1.) Der weiter oben schon diskutierte Ansatz, die Schueler zu motivieren
ist nicht von der Hand zu wiesen. Ich selbst habe noch als Schueler eine
Lawine in diese Richtung losgetreten (es ging damals um den Einsatz von
Cad-Systemen in einer HTL). Gerade weil die Schueler mutiger und flexibler
sind als die Lehrer kann auf diesem Gebiet eine Veraenderung bewirkt
werden.

Es ist klar, dass man nicht die grosse Masse an Schuelern zu einem
extremen Mehraufwand bewegen kann, aber wenn einer gut ist, dann steht
bald eine Schule Kopf.

Auch ist es im Rahmen der Schulautonomie viel leichter als fruher moeglich
ein "just do it" zu versuchen, welches allerdings von Schule zu Schule
verschieden ist. Bewaehrt sich allerdings ein System, wird es bald zum
Vorzeige-Objekt und kopiert.

2.) Es koennte (sollte?) sich die Hilfe einer Gruppe von Firmen gesichert
weden, die eine Art Anforderungsprofil erstellt, das besondere Kenntnisse
in diese Richtung verlangt. Es kann einer Schule nichts schlimmeres
passieren, als dass Schueler und Eltern dahinterkommen, dass das was die
Kinder lernen veraltet oder gar unbrauchbar ist, denn dann ist Feuer am
Dach.

Diese "Anforderungsprofil" sollte, im Gegensatz zu Punkt 1 nicht von
"Unten" an die Schule kommen, sondern auch mit den "Oberen"
Ansprechpartnern diskutiert werden.


Klingt kaempferisch, nicht? Das schlimme ist, dass meist eine Menge Zeit
vergeht, bis diese Umdenkprozesse, die meiner Erfahrung nach nur durch
harte Eingriffe von Aussen angeregt werden koennen, ihre Zeit dauern.

Die Durchsetzung zur Verwendung von Acad hat, obwohl es eine
Selbstverstaendlichkeit sein sollte drei Jahre gedauert und war erst
abgeschlossen, als ich schon aus der Schule draussen war, aber es hat
funkitoniert.

Also: Geduld und Stehvermoegen sind die besten Waffen um in der
oesterreichischen Schullandschaft etwas zu veraendern.   

mfg

Jörgen

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Mad Jörgen                           ET-Student der Technischen UNI Wien -
Wienerstraße 26                                   AktionsGemeinschaft ET -
7000 Eisenstadt        ... and don't forget: astronomers do it at night! -
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September 2010