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Re: [lll]: Re: [luga] Wiener Schulen ans Internet



Hallo !

On Wed, 18 Feb 1998, Peter J. Holzer wrote:

> Das am Server Linux *laufen* muß steht aber nicht da. Ich würde
> vorschlagen, man stellt einen Linux-Server mit Samba hin, auf dem legt
> man WinNT/95 ab. Bei Bedarf kann man das installieren. Die
> "DOS-Schulsoftware" sollte wohl im dosemu laufen.

	Das ist eine oeffentliche Ausschreibung, wobei sich die aber die
endgueltige Auswahl freigestellt haben. Mit einem Wort vergiss es. Dort
kommst Du mit einem Linux Hobel mit Garantie nicht rein. Mich wuerde nicht
wundern, wenn die Firma, die den Zuschlag bekommt schon fest steht.

	Die DOS-Schulsoftware auf DOSEMU ist ein Hohn.

> Humpf. Warum sollten die Schüler die "Office-Produkte, die derzeit im
> Magistrat im Einsatz sind" verwenden?

	Weil das ist die M$ Logik. Bill Gates rennt zum Bundeskanzler,
erklaert das er die Lizenzen quasi herschenkt (oder ist írgendwo in der
Ausschreibung was von Lizenzen gestanden ? Ich hab nix gesehen) und dafuer
werden alle Leute auf den Schulen auf MS Produkte eingeschult.

	So wie ich die Situation sehe bringst Du Linux an den Schulen nur
A) als 'unter ferner liefen' im EDV Unterricht und B) als Gateway, Router
oder was auch immer unter.

	Die M$ Spirale ist ueber die Schulen nicht aufzubrechen, sondern
nur ueber die Firmen. In den Firmen gibts freien Markt (und keine
geschuetzten Werkstaetten), wo Leistung zaehlt. Und genau dort, bei der
Leistung sind wir mit Linux gut. In den Schulen zaehlt Politik, da haben
wir nicht viel zu bieten.

	Insoferne halte ich Schul-Engagement auch fuer nicht wahnsinnig
zielfuehrend. An die Schueler kommt man kaum und wenn werden sie sich kaum
besonders dafuer interessieren - und der Aufwand ist sehr hoch, der Gewinn
(kurz- wie langfristig) eher gleich 0.

	Wenn Du in einer Firma einen Linux-Hobel als _die_ Loesung fuer
irgendein Problem hinstellst und die Leute sehen, das das A) abgesehen von
Arbeitszeit nix kostet B) super funktioniert und C) bei den Leuten, die
damit arbeiten gute Stimmung macht (was man ja von NT nicht gerade
behaupten kann), so wird sich das Zeug auch mit der Zeit verbreiten. Das
ist genau das, was sich in den letzten Jahren schon getan hat und das sich
auch in Zukunft weiter fortsetzen wird, solange niemand eine wirkungsvolle
Gegenstrategie dagegen entwickelt. Und es schaut nicht danach aus, weil
die Majoritaet der DV Manager vor Linux wie das Kaninchen vor der Schlange
stehen und nicht wissen was sie tun sollen, weil da halt die Dinge
des Umfelds nicht mehr so laufen wie gewohnt - kein Hochglanzprospekt fuer
den Chef, dafuer Qualitaetssoftware. Das geht in manchen Hirnen nicht so
wirklich zusammen.

	Und genau in diese Richtung muss es auch weitergehen: Die Position
des Pinguins am Serverbackbone und im Middlewarebereich einzementieren,
entsprechende Software dafuer entwickeln und den Leuten die Kisten einfach
ohne langes herumlamentieren hinstellen.

	Ueber den Rest koennen wir reden, wenn Windows NT endgueltig an
der Featuritis und Rueckwaertskompatibilitaet kollabiert. (NT 5.0 soll ja
da schon ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung sein ;-)) )

Servus,
	Richard

------
Richard Kail        e8903122@student.tuwien.ac.at




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