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Microsoft ;-)



Hallo Mike!

Zunaechst herzlichen Dank fuer Deinen Kommentar zur TK-Homepage. Nach dem
Teil dieser Seite, den ich sehen kann, hast Du nicht wirklich was versauemt.

Bezugnehmend auf Deine Signatur:

Vermutlich hat sich Billy-Boy an bei der Entwicklung von Windoof an
"Vatical(tm)" orientiert (siehe Attachment). Die Aehnlichkeit im Verhalten
des Betriebssystems ist jedenfalls frappierend.
Leider weiss ich nicht mehr, von welcher Seite ich das geholt habe.
Ich wuerde LINUX gerne testen, habe aber im Augenblick keinen Rechner dafuer
frei.
Geschaeftlich bin ich zu Windoof verurteilt, da das gesamte Material meiner
Kunden unter diesem Betriebssystem und mit den ueblichen Billy-Programmen
entstanden ist.

LG
Helmut

P.S.: Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, dass Du groesser als 190 cm
bist. Du erfuellst damit das wichtigste Aufnahmekriterium fuer den
Longinus-Klub. Solltest Du interessiert sein, teile mir das bitte auf diesem
Weg mit. Ich sorge dann dafuer, dass man sich mit Dir in Verbindung setzt.
Wenn Du schon Mitglied bist: Sorry, hab Dich dort noch nie gesehen und weiss
natuerlich auch nicht alle Namen.
d.O.
______________________________________________
Helmut Huber
Anton Baumgartner Stra├če 44/ C4/ 1503
A-1230 Wien
Tel.: ++43/1/ 665 08 78
e-mail: hubs@abacus.at & hubs@telekabel.at
______________________________________________
Title: - VATICAL(tm) -

Die bayerische Hackerpost

VATICAL(tm)

Die Apokalypse der Programmiersprachen

User Guide

Version 2.0 (München, den 07.01.85 im Jahre 2 n.B.H.P. 14:13:41)

Sprachdefinition und Bedienungsanleitung

überarbeitete Auflage

VATICAL(tm) - Allgemeines

VATICAL(tm) erschien im Jahre des Herrn 1983 als Kreation der legendären Hauser CUSHYWARE & GRADDLERSOFT und erhielt 1984 trotz Bedenken ansonsten gut informierter Kreise die Serienreife.

VATICAL(tm) ist in der endgültigen Fassung absolut und vorsätzlich inkompatibel zu allen bekannten Betriebssystemen, Expertenmeinungen und Prozessoren und hat, nicht zuletzt deshalb, die allerbesten Marktchancen. Ursprünglich war VATICAL(tm) nahe an PASCAL orientiert, jedoch konnte erfreulicherweise eine Annäherung an BASIC und FORTRAN erreicht werden, ohne jedoch auf Unzulänglichkeiten von PASCAL zu verzichten und sattsam bekannte Mangel von BASIC und FORTRAN zu übergehen.

VATICAL(tm) - Befehlsaufbau/Errorhändling

VATICAL(tm) ist weder über Compiler noch Interpreter lauffähig, sondern arbeitet über einen Absoluter, welcher im Gegensatz zu schäbigen FORTH-Versionen keinen Stapelspeicher besitzt, sondern eine ewige Liste. Letztere kann weder überschrieben noch gelöscht werden. Allenfalls der Befehl DOOMSDAY erstellt eine kommentierte Liste der erfolgten Eingaben und läßt VATICAL(tm) entsprechende Entscheidungen treffen, die sich nicht unbedingt mit Absicht und Willen des Benutzers decken müssen.

VATICAL(tm) besitzt verschiedene Schnittstellen. z.B. wird das Druckerinterface über PRAY angesprochen. VATICAL(tm) überprüft alle Ausgaben an den Drucker und behält sich leichte Korrekturen und Kommentare vor. Mit nicht gelinder Überraschung der Erfinder besitzt VATICAL(tm) auch ein Diskinterface und betreibt dieses über die Befehle MISSION und MERCEY. Es können ausschließlich indexgeprüfte Holy-Access-Dateien bearbeitet werden. VATICAL(tm) besitzt einen Default-Index und vermerkt Änderungen an ihm in der ewigen Liste. VATICAL(tm) erlaubt den Betrieb von maximal drei Laufwerken, welche bindend die Bezeichnung FATHER, SON und SAINT haben. Dateien und andere Files werden grundsätzlich über das Laufwerk SAINT bearbeitet. Das Laufwerk SON bietet Hilfs- und Utility-Funktionen; das Laufwerk FATHER verwaltet das Betriebssystem.

Im Gegensatz zu herkömmlichen und meistens veralteten Betriebssystemen kennt VATICAL(tm) weder Inhaltsverzeichnis noch Sektoren oder Spuren. Der Diskplatz wird in sieben Bücher aufgeteilt und jene wieder im Kapitel. Die jeweiligen Inhalte der Kapitel verwaltet das Laufwerk FATHER in der Datei APOCALYPSE. Selbige wird grundsätzlich und vollständig mitgeliefert und erlaubt dem Benutzer keinerlei Änderungen. Zu jener Datei nichtkonforme Aufzeichnungen werden nicht am Bestimmungsort abgelegt, sondern landen in der ewigen Liste.

VATICAL(tm) erlaubt die Befehlseingabe sowohl in lateinischer als auch in englischer Sprache. Im Folgenden wird jeweils der bekanntere Begriff angegeben; nähere Übersetzungshilfen leistet jedes Lexikon.

Nach dem Einschalten des Rechners meldet sich VATICAL(tm) mit einem Cursor + und erwartet den Aufruf oder die Eingabe eines Programmes.

Programme müssen grundsätzlich mit LITURGY: beginnen und mit AMEN. enden. Im Programm selbst darf nach Herzenslust umhergesprungen werden; auf festgelegte oder zufällige Labels, auf Zeilennummern und an jede beliebige Stelle einer Zeile. Sieht man das Programm als beschriebenes Blatt Papier an, so darf mit VATICAL(tm) praktisch beliebig darauf gesprungen werden - und nicht nur dies - es darf auch beliebig über die Programmgrenzen hinausgesprungen werden, was immer auch dies bedeuten und im einzelnen bewirken mag.

So kennt VATICAL(tm) die Befehle GOLEFT, GORIGHT, GOSUB, GOUP, GODOWN, GOAWAY, GOHOME, GOASCENSION, GOHELL, GOGO, GOWEST, GOELSE, GOANYWHERE, GONOT und WAITING FOR GODOT.

Ähnlich den freiprogrammierbaren Sprunganweisungen kann ein beliebiger Teil des Programmes als Unterprogramm erklärt werden, z.B. alles was mehr als 20 Zeichen weit rechts in einer Zeile steht. Grundsätzlich kann jeder Teil eines Programmes einen beliebigen anderen zum Unterprogramm definieren. Derjenige Programmteil, der die meisten Unterprogramme findet, ist der Hauptprogrammteil. Demgemäß existiert in VATICAL(tm) kein Befehl RETURN, sondern es gibt die Rücksprunganweisungen SEARCHME, WAY NEXT, RESTART, DOBEST und TRY AGAIN.

VATICAL(tm) bietet dem geneigten Benützer zahlreiche Möglichkeiten zur Schleifenbildung in Programmen.

Neben der FOR-NEXT-DO Schleife finden sich Sachen wie:

FOR-NEXT-DONOT FOR-NEARER-DO

UNTIL-BETTERUSE-DO UNTIL-NOERROR-PERFORM

FOR-WHATREASON WHY-FOR

WHAT-ELSE WHY-NOT-PLEASE

WHY-DON'T-WE-DO-IT WHAT-SHALL'S

TRY-UNTIL HOPE-LESS

UNTIL-NOFUTURE-DO JUMP-ANYWHERE-TILL

WAIT-UNTIL-DOOMSDAY IFNOTNEXT-THENNEXT

VATICAL(tm) besitzt zahl- und folgenreiche Meldungen von Syntaxfehlern des Programmes, gelegentlichen Systemabstürzen, Dateiüberschreibungen und generell mitgelieferten Fehlern des Betriebssystems.

Grundsätzlich meldet VATICAL(tm) einen auftretenden Fehler wie folgt:

MY SCORE: YOUR SCORE: CHAMPION: CHAMPION'S SCORE:

*** ALL THE BEST ***

*** SO LONG ***

Unnötig zu bemerken, daß jedweder Fehler unnachsichtig in der ewigen Liste eingetragen wird.

Findet VATICAL(tm) besonders elegante und funktionstüchtige Programmme (Maximalwert: 3 Fehler pro Zeile) so kann der Benutzer mit dem Befehl INDULGENCE Einträge der ewigen Liste stornieren.

Variablenverwaltung

Bei Überlauf des Variablenspeichers betreibt VATICAL(tm) im löblichen Gegensatz zu Schundsprachen wie BASIC keine Garbage Collection, sondern dreht diese Funktion um in eine Value Collection. Alle Variableninhalte, die VATICAL(tm) als brauchbar ansieht (z.B. reale, positive Zahlen oder Zeichenketten mit originellem Inhalt und kulturellem Niveau) verlegt das Betriebssystem in die Datei RECORDS auf der FATHER Diskette. Die restlichen Einträge werden in der ewigen Liste niedergelegt, und der Speicher wird gelöscht. Einträge, die der Benutzer weiterverarbeiten will, hatten VORHER in die Datei ESTATE abgelegt werden müssen.

Variablen werden mit dem Betriebssystem vereinbart und an geeigneter Stelle getauft. Erst die namentliche Taufe einer Variablen z.B. in Form St.KEVIN CRISTIANED AS INTEGER läßt das Betriebssystem diese Variable erkennen.

Alle Namen von Variablen müssen im Programmkopf vereinbart werden. VATICAL(tm) überprüft Art, Sinn und Zweck dieser Vereinbarungen und behält sich leichte Korrekturen vor.

Alle Variablennamen müssen mit St. beginnen. Daran angehängt wird der eigentliche Variablenname und zwar:

Integerzahlen: Namen von Heiligen (1500-1800)
Reale: Zahlen Namen von Heiligen (1800-1900)
Genaue Zahlen: Namen von Heiligen (1900-heute)
Charakterzeichen: Namen bedeutender Kirchenpersonen
Textketten: Namen von Propheten (altes Testament)
einfache Arrays: Namen von Päpsten
mehrdimensionale: Arrays Namen von Aposteln

Besonderes Augenmerk gilt hierbei den Charakterzeichen. Sollte hier eine Variable mit St.Luther oder schlimmer noch bezeichnet werden, hat dies für den Benutzer Folgen mindestens katastrophaler Art.

Alle Variablennamen sind auf- und abwärtskompatibel, jedoch vermerkt VATICAL(tm) hierbei Verwechslungen mit NOT YET oder aber mit FLATTERY.

Die Darstellung von Zahlen im negativen Bereich erfolgt durch den Zusatz TEMPTATION. Die Schreibweise von

TEMPTATION OF St.KEVIN = 10000

ergibt für die Integervariable St.KEVIN den Wert -10000.

Variablenwerte können in VATICAL(tm) grundsätzlich nur addiert werden, und zwar in der Form:

St.KEVIN AND St.MARTIN PRAISE FOR St.RESULT

Das Ergebnis der Addition steht dann in St.RESULT.

Die Zuweisung des Wertes NULL zu einer Variablen bedarf der Form:

St.KEVIN IN POVERTY

VATICAL(tm) erlaubt die Darstellung von negativen Realwerten ausschließlich über die Bezeichner JUDAS, KAIN und ROCKNROLL.

Alle Variablenbezeichner gelten nicht nur global im Programmbereich, sondern universal, also auch nach Abstellen des Rechners.

Der Editor

VATICAL(tm) beinhaltet einen leistungsfähigen Programmeditor, der über den Befehl MEA CULPA aufgerufen wird. Der Programmeditor in VATICAL(tm) unterscheidet zwischen

  1. einfachen Sünden
  2. Erbsünden
  3. Todsünden

Sollten im Programm Todsünden auftreten, so muß der Benutzer von VATICAL(tm) den Editor mit MEA MAXIMA CULPA aufrufen und anschließend, je nach Anzahl der Fehler die Eingabe ROSARY = Fehlerzahl eingeben.

In allen Fällen verlangt der Programmeditor die Eingabe des Benutzernamens. Jener wird - keine Frage - in der ewigen Liste abgelegt. Der Programmeditor vergleicht Sinn, Art, Zweck, Ausführung und Effizienz des Programmes und unterstützt demgemäß den Benutzer.

Der Programmeditor listet zuerst die fehlerhafte Zeile auf dem Schirm aus. Der Befehl MISSION liefert eine Korrektur wie sie VATICAL(tm) für ratsam halt. Der Befehl DEMISSION erlaubt eine benutzerspezifische Eingabe. Das Ende des Programmeditors wird durch die Eingabe SAKE abgeschlossen. Zur Online-Fehlersuche trägt VATICAL(tm) durch verschiedene Befehle bei.

Die Eingabe DEVILINSIDE löscht das Programm selbst und auch alle ähnlich lautenden Programme.

Der Befehl INQUISITION suspendiert das laufende Programm, setzt selbstständig Fehler ein und startet es neu. Der Ablauf wird sodann protokolliert und mit dem ursprünglichen Zustand verglichen. Auftretende Fehler werden mit den Einträgen der ewigen Liste verglichen und entsprechend dokumentiert.

Der Befehl CONFESS schließlich listet alle augenscheinlichen und wahrscheinlichen Fehler aus und erlaubt über die Eingabe AVE MARIA die sofortige Korrektur.

Eine weitere Stärke von VATICAL(tm) zeigt sich in der Behandlung von logischen Operationen und der geneigte Benutzer wird viel Freude mit gewissen Systemeigenheiten erleben.

Die Funktionen AND, ANDC, ADD und ADDC verlangen unbedingt gleichgeschlechtliche Variablen auf beiden Seiten. Die Form St.MARTIN = St.MICHAIL ADDC St.HELENA erzeugt mindestens eine faustdicke Fehlermeldung. Im allgemeinen sollte das Resultat einer logischen Operation in die Bezeichnung CHASTE geschrieben werden, da ansonsten u.U. peinliche Verwechslungen entstehen können.

Als Besonderheit logischer Operationen bietet VATICAL(tm):

ADD-AND-FORGET

NEITHER-NOR-ANYTHING-ELSE

END-OF-CARRY

CASH-AND-CARRY

SUB-IF-YOU-WANT

Der Linker

VATICAL(tm) erlaubt das Verbinden (=Linken) mehrerer Anwenderprogramme . Die maximal mögliche Zahl betragt hierbei 4 Programme, welche unter einem festen Programmnamen abgelegt sein müssen.

Der Linker wird aufgerufen durch den Befehl HIGHMASS und verlangt in gegebener Reihenfolge nach den Programmen

- KYRIE (Variablenvereinbarungen, Array-Dimensionierung, Konstantendefinition, Dies & Das)

- GLORIA (Funktionen und Prozeduren)

- CREDO (Programm 1)

- SANCTUS (Programm 2)

- BENEDICTUS (Programm 3)

- AGNUS DEI (Programm 4)

Der Linker wird durch den Befehl IN NOMINI: aufgerufen und erwartet zuerst die Identifikation des Benutzers. Alsdann erfolgt eine Prüfung der einzelnen Programme auf Vorhandensein, Speicherbedarf und richtigen Syntax.

Diese Prozedur benötigt auch für erfahrene Programmierer überraschend viel Zeit. Der geneigte Benutzer wird daher wahrend dieser Zeit mit saisonpassenden Zitaten aus kulturell hochstehender Literatur unterhalten. Es wird ausdrücklich gewarnt, wahrend dieser Zeit das Terminal zu verlassen, da VATICAL(tm) gelegentlich und nach peinlich geheimgehalten Zufallsmuster Verständnisfragen an den Benutzer stellt und die Zeit bis zur Beantwortung erstens speichert und zweitens unter Umständen übel zu reagieren pflegt.

VATICAL(tm) - Anwenderprogramme

VATICAL(tm) beinhaltet mehrere Anwenderprogramme, deren intensive Benutzerfreundlichkeit und ungewöhnlich bedienerorientierte Menüstruktur für sich sprechen.

Im Einzelnen enthält das Programmpaket VATICAL(tm):

  1. Das Systemprogramm VATICAL(tm) selbst.
  2. VATICALC(tm):
    Ein spezielles tabellenorientiertes Rechenprogramm zur Verarbeitung von Kollektivspenden. Sowohl Spendenbetrag als auch Name, Adresse, Beruf, Nettoeinkommen und streng vertrauliche Angelegenheiten des Spenders werden in der ewigen Liste vermerkt. Aufgrund von Jahreskollektensummen können Prognosen über zu erwartende Einnahmen getroffen werden. Ein spezieller Programmteil erlaubt die finanzielle Berechnung von Kirchenrenovierungen und den Vergleich mit den erwartbaren Kollektenbeiträgen.
  3. Biblostar:
    Ein Textverarbeitungsprogramm, welches synonym zu SPELLSATR(r) bereits alle relevanten Bibeltexte enthält und die Ausarbeitung einer 20-Minuten-Predigt in weniger als zwei Minuten erlaubt.
    Dem Programm angeschlossen ist eine automatische Übersetzung in oder von Lateinisch.
  4. MULTICONFESS (tm):
    Eine Datenbank zur schnellen Speicherung und Bearbeitung von Daten, die während Beichten und vertraulichen Gesprächen auftauchen, incl. Vermerk in der internen ewigen Liste.
  5. Peaceman (tm):
    Ein Spielprogramm, bei dem angreifende Kommunisten und Atheisten durch die schnelle Eingabe von passenden Bibelzitaten abgewehrt werden müssen.
  6. SINN 1-2-3 (tm):
    Ein äußerst anwenderorientiertes Programm zur schnellen Berechnung von Ablässen, zu betenden Rosenkränzen und Zahl, Länge und Durchmesser von Sühnekerzen. Beinhaltet eine umfangreiche und sich selbst erweiternde Datei von gängigen Sünden und Lastern. Ein Muß für die datenverarbeitende Beichte. Alternativ kann auch die Anzahl der zu erwartenden Jahre im Fegefeuer gelistet oder - für das Beichtkind - über einen Drucker ausgegeben werden.
  7. HOLYSOFT (tm):
    Ein Expertensystem für den kirchlich und geistlich orientierten Anwender. Basiert auf Frage und Antwortsystem und liefert binnen kürzester Zeit und nach ca. Drei Detailrecherchen schlagkräftige und schlüssige Argumente, denen sich auch der hartgesottenste Ignorant und Klerikalspötter nicht verschließt.
  8. TRUEBASE III (tm):
    Eine selektive Datenbank, bei der Ein- und Ausgabe streng konform zur ewigen Liste läuft. TRUEBASE packt ihre Dateien auf kleinstes Format zusammen; nur wirklich Speicherwürdiges wird gespeichert
  9. SYSZINK (tm):
    Ein Programm, welches Ihnen (fast) unbeschränkten Zugriff und Editierungshilfen für die ewige Liste anbietet. Voll menügesteuert breitet es die bisherigen Fehlermeldungen und Fehlgriffe vor Ihnen aus.

VATICAL(tm) - Generelle Regeln für VATICAL(tm)

Allgemein können für den Umgang mit VATICAL(tm) folgende 10 Regeln hervorgehoben werden:

  1. Es sollen neben VATICAL(tm) keine anderen Betriebssysteme zur gleichen Zeit im gleichen Rechner laufen.
  2. Es darf keine Raubkopie von VATICAL(tm) erstellt werden.
  3. An Sonn- und Feiertagen kann von VATICAL(tm) kein Gebrach gemacht werden.
  4. Die Hersteller von VATICAL(tm) versprechen seine Lauffähigkeit. Daran sollte nicht gezweifelt werden.
  5. Dateien und Programme sollten weder überschrieben noch gelöscht werden. Dies besorgt zu gegebener Zeit das Betriebssystem selbst.
  6. Aus anderen Betriebssystemen dürfen weder Dateien noch Programme kopiert werden.
  7. Aus VATICAL(tm) dürfen weder Programme noch Dateien andere Betriebssystems kopiert werden.
  8. In Dateien dürfen nicht widersprüchliche Daten geschrieben werden.
  9. Andere Betriebssysteme sind auch nicht besser.
  10. Andere Programme und Dateien sind fast immer schlechter.

Nachtrag zu VATICAL(tm) Version 2.0

  1. In der Auflistung der Sprunganweisungen hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die Anweisung GOLEFT ist unter VATICAL(tm) nicht ausführbar, da sich die katholische Kirche noch nie nach links bewegt hat.
  2. Von einer Vielzahl potentieller VATICAL(tm)-Benutzer und Leser dieser Abhandlung kam die Frage nach einer EPROM-fähigen Version von VATICAL(tm). So etwas ist weder verfügbar, noch in absehbarer Zeit geplant. Der derzeitige Vertrieb erfolgt mittels eines entsprechend programmierten WOM's (Write Only Memory). Da alle gebräuchlichen Prozessoren (wie z.B. 8080 oder 6502 und deren Nachfolger/kompatible) aber vor Abarbeitung eines Befehls diesen aus dem Speicher lesen wollen, ergeben sich gewisse Probleme. Ein VATICAL(tm)-tauglicher Prozessor beschäftigt sich nicht mit solchen Niederungen wie Opcode-Fetch sondern befindet sich in einer ständigen Gebetsschleife und idelt dort bis ihn die nächste göttliche Eingebung erreicht. Alsdann fährt er fort, diese Erleuchtung abzuarbeiten.

Überhaupt und allgemein ist VATICAL(tm), wie schon im VATICAL(tm) Users and Reference Report beschrieben vorsätzlich und endgültig inkompatibel zu allen Betriebssystemen, Sprachen etc.. Sollte es trotz alledem einem Programmierer gelingen, eine lauffähige Version zu erzeugen, so wird hiermit hoch und heilig versprochen, daß alsdann zur Tilgung dieses Makels der Standard entsprechend abgeändert wird und die volle und unumschränkte Inkompatibilität wiederhergestellt wird.

Für jetzt und immerdar gegeben im Namen des Herrn:

Die Entwickler

Friede Sei Mit Euch Und Mit Eurem Betriebssystem. Bis Zum Nächsten Absturz.

Amen

E-Mail: Stefan.Seibold@munich.netsurf.de

Copyright 1996 Stefan Seibold



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