[LUGA] Mit freundlicher Unterstützung von:
OCG

Mail Thread Index


[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]

[luga] Diskussionsgrundlage



Hallo,

dieser - sehr subjektiv empfundene - Bericht ueber den gestrige Workshop soll
die Zuhoerer vor allem ermutigen auch ihrerseits mit eventueller Kritik nicht
hinter dem Berg zu halten. Ich sage hier nur meine Meinung.

lG - Michl
******************************************************************************

Workshop am 4.9.97:
-------------------

Der Workshop war auch diesmal wieder ganz gut besucht (ca. 30 Leute).
Allerdings sah ich fast nur Gesichter, die ich von frueheren Luga-Workshops
schon kannte. Eine groessere Breitenwirkung fuer eine Sache wie Linux ist
allerdings sehr schwer zu realisieren, da die Einstiegsbarriere bekanntermassen
hoch ist. Leider wird durch Veranstaltungen wie die gestrige diese Barriere
nicht wirklich herabgesetzt, da es in der kurzen Zeit nicht moeglich ist, bei
Neulingen ein wirkliches Verstaendnis fuer die behandelten Themen zu wecken.

Nach einigen einleitenden Worten von Guenther Leber, hoerten wir zunaechst den
Beitrag von Peter Holzer ueber pppd und diald. 20 Minuten fuer diesen
Themenkomplex sind jedoch zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel. Nachdem
der Peter die ungefaehre Wirkungsweise dieser Programme gezeigt und einige
grundlegende Konfigurationsparameter erwaehnt hatte, war der Vortrag auch schon
wieder vorbei. Trotzdem bestreite ich, dass in der verfuegbaren Zeit ein
besserer Vortrag moeglich gewesen waere.

Als naechstes stellte uns Guenther Leber das Unixfossil sendmail vor. Eine 
hinreichende Darstellung des sendmail erfordert jedoch ziemlich sicher einige
Tage. Trotzdem erfuhr man so manches Detail ueber die dem sendmail zu Grunde
liegende Makrosprache und auch sonst einige Interna. Der Vortrag dauerte ca.
1 Stunde und weckte die Sehnsucht nach mehr.

Dann kamen Lukas Fetz und Sigi Herzog mit dem squid. Zunaechst hoerten wir
einige allgemeine Dinge ueber Caching, die - zumindest mir - nicht bekannt
waren. Danach folgte eine Aufzaehlung der wichtigsten Konfigurationsparameter.
Auch hier reichte die Zeit nicht, um das ganze durch einige Beispiele mit etwas
mehr Leben zu erfuellen. Leider wanderten waehrend dieses Vortrags einige
Besucher ab. Vielleicht waren die enttaeuscht, dass es uns ganz generell nicht
gelungen ist, das Troubleshootingpotential der Zuhoerer wesentlich zu erhoehen,
weil wir zu viele Themen in einen einzigen Workshop gestopft haben.
Ich wuerde es sehr begruessen, wenn sich diese Leute auf unserer Mailingliste
zu Wort melden und ihre Gruende bekanntgeben wuerden.

Anschliessend zeigte Guenther Leber den fetchmail - ein recht gutes Tool, um 
eine bei einem ISP liegende, eigene mailq zu verwalten. Da der Guenther jedoch
diesmal die 20 Minuten-Marke halten wollte, wurde es ein ziemlicher
Schnellschussvortrag. Meines Erachtens ist die Bedeutung einer kostensparenden
Mailingloesung fuer den normalen Linuxbenutzer um einiges hoeher als es in
dieser Zeitraffung zum Ausdruck kam.

Als letztes erzaehlte Bernd Petrovitsch etwas ueber den samba. Auch darueber
haette man sich um einiges mehr verbreitern koennen, aber ich glaube, die 
Tendenz der Zuhoerer war bereits: auf zum Buffet. Diesem Umstand hat der
Bernd Rechnung getragen - noch kuerzer und buendiger kann man einen Vortrag
nicht halten. Da ich den samba auch ein bissel kenne, erlaube ich mir
anzumerken, dass trotzdem die allerwichtigsten Dinge zur Sprache gekommen sind.

Das Buffet selbst kann nicht so schlecht gewesen sein, da meine Broetchen sogar
von einer Expertin (Angelika Fetz) gelobt worden sind.

Fazit: Ich bin der Meinung, dass die Luga der Tatsache, dass weniger manchmal
mehr sein kann, Rechnung tragen sollte. Der naechste Workshop behandelt leider
wieder ein sehr weites Feld - in der Zukunft sollten wir aber kleinere,
mundgerechtere Portionen wirklich gruendlich abhandeln, so dass ein jeder
Zuhoerer mit der Ueberzeugung nach Hause geht, dass er jetzt persoenliche
Probleme mit Linux loesen kann, die er vorher nicht loesen haette koennen.
Diese Ueberzeugung hat das Happening - zumindest mir - diesmal nicht
vermittelt.

Wir danken allen, die etwas gespendet haben. Durch den Spendentopf konnten
unsere Kosten beinahe gedeckt werden.

Liebe Gruesse
Michael Demelbauer
-- 
                           Michael P. Demelbauer
          WSR (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Rechenzentrum)	
		       LUGA (Linux User Group Austria)
	  Wer hier in Washington nicht paranoid ist, der ist verrueckt.
		       (Henry Kissinger)



powered by LINUX the choice of a gnu generation
linux user group austria;
Suche
Suche
Letzte Änderung:
webmaster@luga.at
September 2010