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Demaskierung des Santa Claus



S' isch zwar lang aber recht nett ......

Michl

PS.: In meinem Fall ist dem Holzer die Schleichwerbung gelungen.

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 [TAZ 19.12.96 S. 12 Nr. 109]

     [taz]


     [Blue Rip]
                              Die Akte Xmas

                              Bislang streng geheimgehaltene Doku- mente
                              der NSA und der CIA beweisen: Der
                              Weihnachts- mann existiert

                              Die US-Telekommunikationsbehörde FCC
                              staunte nicht schlecht, als sie im Sommer
                              1995 mitten in New York stark gebündelte
                              Mikrowellensignale empfing, die direkt auf
                              den Nordpol gerichtet waren. Zwar gab es
                              zu keinem Zeitpunkt offizielle
                              Stellungnahmen zu diesem Vorfall, jedoch
                              kursierte in gutunterrichteten Kreisen das
                              Gerücht, daß Santa Claus eine direkte
                              Kommunikationsverbindung in seine Heimat
                              geschaltet haben müsse. Als Zivilperson
                              getarnt, so heißt es weiter, taucht er
                              außerhalb der Saison mitunter in
                              amerikanischen Metropolen auf.

                              Bereits ein Jahr zuvor hatte die
                              Veröffentlichung der technischen
                              Spezifikationen zum Cyberschlitten MH-2600
                              weltweit die Wissenschaftler in Erstaunen
                              versetzt. Doch für viele von ihnen war
                              damit der endgültige Beweis noch nicht
                              erbracht. Sie wollten es einfach nicht
                              glauben. Nun hat die
                              Internet-Weihnachtsorganisation von der
                              UNO die Erlaubnis erhalten, einen kleinen
                              Teil ihres umfangreichen Archivs der
                              Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wer
                              bei http://www.christmas.com den
                              entsprechenden Link anklickt, kann sich
                              die Beweise jetzt auch online anschauen.

                              Ein von Spezialagenten des FBI
                              aufgenommenes Foto mit Bill Clinton und
                              seiner Frau Hillary zeigt am Bildrand
                              einen gewissen "Saint Nick", der als
                              Bodyguard für die Clintons tätig war.

                              Eine alte Papyrusrolle aus dem Tal der
                              Könige in der Nähe von Kairo zeigt Santa
                              Claus umringt von SklavInnen. Einen
                              ebenfalls abgebildeten Cyberschlitten
                              neuerer Bauart halten Physiker für den
                              Beweis dafür, daß Santa Claus
                              gelegentliche Zeitreisen zum
                              Technologietransfer antritt - etwa um beim
                              Pyramidenbau behilflich zu sein. Dies
                              würde auch erklären, wie es möglich ist,
                              alle von den Eltern sorgsam versteckten
                              Weihnachtsgeschenke in nur einer einzigen
                              Nacht bei den Kindern abzuliefern.

                              Aber auch andere Rätsel sind endlich
                              gelöst. Seit Jahren wundert sich die Welt
                              darüber, warum auf dem Foto, das angeblich
                              die Fußspur des Astronauten Armstrong auf
                              der Mondoberfläche zeigt, nichts von der
                              Umgebung zu sehen ist. Zum ersten Mal ist
                              nun das Originalbild zu sehen, auf dem
                              sich neben der Moonboot-Spur noch eine
                              weitere befindet. Zoologen haben
                              festgestellt, daß es sich dabei keineswegs
                              um Fußabdrücke von Außerirdischen handelt,
                              sondern um die Spur von Rentierhufen. Um
                              die Bevölkerung nicht zu verunsichern,
                              wurde nur ein unverdächtiger
                              Bildausschnitt veröffentlicht.

                              Ebenfalls um eine Massenhysterie zu
                              vermeiden, hat die CIA jahrelang die
                              Veröffentlichung eines Fotos verhindert,
                              das mit dem Nasa-Weltraumteleskop Hubble
                              aufgenommen wurde und ein kleines Detail
                              der Oberfläche des Nachbarplaneten Mars
                              zeigt. Die Aufnahme scheint zumindest die
                              in jüngster Zeit aufgetauchten Vermutungen
                              zu bestätigen, daß es dort vor Zillionen
                              von Jahren Leben gegeben habe.

                              Inzwischen liegt auch eine Meldung des
                              taz-Korrespondenten Ralf Sotscheck vor,
                              der von einem 2,20 Meter hohen Monolithen
                              in der Nähe von Drombeg, Irland,
                              berichtet, der - zufällig oder nicht - die
                              Form eines Weihnachtsbaums hat.
                              Ausgrabungen, die bereits 1957 und 1958
                              durchgeführt wurden, ergaben eine
                              interessante Anordnung. Der Monolith steht
                              inmitten eines Kreises kleinerer Steine,
                              die ganz offensichtlich
                              Weihnachtsgeschenke darstellen sollen.

                              Ein vergilbtes, deshalb hier nicht
                              abgedrucktes Foto aus dem Archiv der
                              Pierpont Morgan Library aus dem Jahr 1852
                              zeigt eine vermummte Person inmitten eines
                              Indianerstamms. Unabhängige Historiker
                              haben sie eindeutig als "Tunkashila Claus"
                              (Großvater Claus) identifiziert. Aber erst
                              Dokumente aus der jüngsten Vergangenheit
                              brachten Nasa, CIA und FBI dazu, unter dem
                              Druck der Medien die Existenz von Santa
                              Claus zu bestätigen. Ein Foto, das während
                              des Trainings zur ASP- Surfmeisterschaft
                              in Kalifornien aufgenommen wurde, zeigt
                              einen bis dahin unbekannten, bärtigen
                              Teilnehmer, der im Mantel surfte, jedoch
                              später wegen einer anderen, unerlaubten
                              Manipulation disqualifiziert wurde: Im
                              Surfbrett des Sportlers, der sich als
                              "Surfer X" in die Teilnehmerliste
                              eingetragen hatte, war ein Raketenantrieb
                              eingebaut. Großes Aufsehen erregte auch
                              der Schnappschuß, den ein jugendlicher
                              Ufo-Forscher auf dem Gelände eines
                              Air-Force-Offiziersquartiers aufgenommen
                              hat. Mit den Worten "Nu tu nich an zu
                              plärren fang" (Now don't be yellin'gin)
                              schenkte er das Bild seinem kleinen
                              Bruder, dem kurz zuvor eröffnet worden
                              war, daß es gar keinen Weihnachtsmann gäbe
                              - eine offenkundig auch vom Pentagon
                              verbreitete Geheimdienstlüge.

                              Inzwischen haben sich die Fernsehteams von
                              CNN, NBC und WDR-Privatfernsehen auf den
                              Weg zum Nordpol gemacht, um live zu
                              berichten. Ob sie dort jedoch jemals
                              eintreffen werden und ihre
                              Antennenschüsseln ausrichten können, ist
                              angesichts der klimatischen Verhältnisse
                              bislang völlig offen.

                              Unklar ist auch, was die sensationelle
                              Entdeckung für Europa und besonders für
                              Deutschland bedeutet. Betroffen sind -
                              neben den Eltern Minderjähriger - vor
                              allem die Einzelhandelsverbände, die
                              Kirche und die deutsche Linke. Nun wird
                              man neu darüber nachdenken müssen, warum
                              Santa Claus in Nordamerika ausschließlich
                              am 24. Dezember in Erscheinung tritt,
                              hierzulande als "Nikolaus" jedoch bereits
                              am 6. Dezember kleine Vorab-Häppchen
                              verteilt und den Hauptjob am 24. dem
                              sogenannten Weihnachtsmann, oft auch dem
                              Christkind überläßt. Sankt Nikolaus, der
                              seit dem 19. Jahrhundert alljährlich in
                              Norddeutschland und später auch anderswo
                              Geschenke in die mitunter übelriechenden
                              Stiefel autoritätsgläubiger Kinder steckt,
                              wurde seinerzeit, so vermutet man, in
                              Dithmarschen an Land gespült und von dem
                              Krabbenfischer K. Ruprecht, der später
                              eine Assistentenstelle bei ihm antrat,
                              gesund gepflegt.

                              Neueste Erkenntnissen sprechen dafür, daß
                              der Cyberschlitten nur unzulänglich auf
                              den Wechsel von Ebbe und Flut programmiert
                              war und bei einem Landeversuch in die
                              offene Nordsee stürzte.

                              Zu klären ist nun auch, ob der
                              Weihnachtsmann, der trotz großer
                              Ähnlichkeit mit Karl Marx seit 68 stark an
                              Autorität eingebüßt hat, mit dem
                              norddeutschen "Nikolaus" identisch ist.
                              Antiautoritär erzogene Hippie- und
                              APO-Kinder wuchsen mitunter zu Punks oder
                              zu Neonazis heran, die mit der Neuen
                              Linken ebensowenig etwas zu tun haben
                              wollten wie mit dem Nikolaus oder der
                              Kelly Family. Hier stellt sich auch die
                              Frage, ob das Christkind identisch ist mit
                              einem gewissen Jesus von Nazareth, dessen
                              Leben und Wirken ausführlich in der
                              britischen Dokumentation "Das Leben des
                              Prian" gewürdigt wurde. Dies wird selbst
                              von Zeitzeugen wie dem römischen
                              Statthalter Pontius Pilatus "(Auf den
                              Poden mit dem Purschen!") in Zweifel
                              gezogen.

                              Daß jedoch die Beweise ausgerechnet im
                              Internet aufgetaucht sind, hält der
                              bekannte Medienprofessor Karl-Heinz
                              Himmelmann aus Cottbus für nicht weiter
                              erstaunlich: "Es ist kein Wunder, daß es
                              der Wissenschaft nunmehr im Netz gelungen
                              ist, auch aus dem nichtgegenständlichen
                              Bereich Bilder von Existenzen zu erlangen,
                              bei denen man bisher nur auf Hörensagen
                              angewiesen war. Heute treten Worte, ja
                              selbst Metaphern zurück hinter die
                              Unmittelbarkeit des Bildes. Sinnfällig
                              wurde dies auch bereits in
                              gesellschaftlich-kulturellen
                              Veränderungen, wie zum Beispiel im
                              Verschwinden der "geflügelten
                              Jahresendfestfigur" im säkularen Leben.
                              Bilder davon werden für immer im Netz
                              bewahrt, dem wahren Ort der Metaphysik."

                              In der Tat ist gerade das Internet der
                              ideale Ort für derlei Forschungen und
                              Veröffentlichungen. Eine chinesische
                              Genealogengruppe erforscht derzeit das
                              Schicksal des ungarischen Fürsten Nikolaus
                              von Osterhazy, der im 18. Jahrhundert auf
                              rätselhafte Weise verschwand. Bislang
                              wurden lediglich an verschiedenen Orten
                              mumifizierte Überreste von Igeln entdeckt;
                              die Forscher gehen jedoch davon aus,
                              bereits in einigen Monaten mit einer
                              weiteren Sensation aufwarten zu können.

                              Dieter Grönling

                              http://ourworld.compuserve.com/

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                                 TAZ Nr. 5108 vom 19.12.1996 Seite 12
                                         Internet 258 Zeilen
                                     TAZ-Bericht Dieter Grönling
                              -------------------------------------------
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          Es ist besser zu schweigen und fuer einen Narren gehalten zu werden,
	       als den Mund zu oeffnen und alle Zweifel zu beseitigen. :-)



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