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Vorsicht! Autor: Michl



Liebe LUGArianer,

die Tendenz meiner Pamphlete ist ja bekannt. If you dont like that, press
the delete-Button.

Igor der Hirnlose war ein Mann von malizioesem Wuchs, mit einem Penis groesser
als ein Zaunpfahl, womit nicht gesagt werden soll, dass er auch vorne so
spitz zulaufend gewesen waere.
Igor war nicht nur ein guter Demokrat - nein, er war ein exzellenter Demokrat.
Denn in welchem anderen politischen System waere seine Stimme auch nur 
gehoert worden. Hier hingegen gefiel es ihm ausgezeichnet mit dem Strom zu
schwimmen und mit der Meute zu heulen.
Die Axiome seiner Wahrheitsfindung waren leicht nachzuvollziehen:
1) Schuld sind immer die andern.
2) Des gibts ned, weu des hods no nie geben.
3) Des wiards a in Zukunft ned geben.
Man kann jedenfalls schwerlich behaupten, dass Igor seine Zuhoerer jemals
ueberfordert haette, aber genau das soll ein guter Demokrat ja auch nicht tun.
Einen Intellegenzwettbewerb mit einem Bachkieselstein hatte er zwar erst 
unlaengst, allerdings knapp und mit viel Pech, verloren. Aber darueber sprach
Igor selten.
Igor sprach eigentlich ueberhaupt recht selten, solange man unter Sprechen
die artikulierte Transponierung von Gefuehlsinhalten in Begriffe versteht.
Trotzdem: Igor redete ununterbrochen, und dabei kleidete er seine 3 Grundaxiome
in immer neue Begriffsumgebungen ein. Man koennte fast sagen: In dieser
Hinsicht war Igor ein Genie.
Fuer manche war Igor der ideale Gespraechspartner, denn man wusste, voellig
ohne zugehoert haben, was er gerade gesagt hatte. Ein Gespraech mit Igor kostete
wenigstens keine Substanz.
Ich glaube, dass Igor ausgezeichnete Chancen besitzt, und dass es beinahe nichts
gibt, was  er mit diesen Faehigkeiten nicht vortaeuschen kann, zumindest denen,
die das was er vortaeuscht, selbst nie erlebt haben.
Vielleicht waere Igor der ideale Praesident von US. Er wuerde endlich mit allen
aufraeumen: mit den Schwarzen, die alle Verbrecher sind, mit den Roten, die
die Frechheit haben, nicht bereit zu sein, alle Jahre ihre Reservate zu 
wechseln, mit den Intellektuellen, die die Stirn besitzen, die Gottgewolltheit
seiner Axiome anzuzweifeln, mit den Juden, die die Medien beherrschen, mit
den Sozialschmarotzern, die lieber sinnlos nichts tun als sinnlos etwas zu
tun und mit den Drogensuechtigen, die die Inhaltsleere einer Welt mit lauter
Igors nicht aushalten. Er waere der Mann, um ihnen allen Moses zu lehren.
Ausserdem: Was sonst sollte man mit allen diesen Igors tun? Die Irrenhaeuser
sind zu klein, um sie alle zu beherbergen. In der Tundra hingegen, die genug
Platz haette, wuerden sie sich vielleicht fuerchten. Warum soll man sie dann
nicht einfach ueber unser aller Leben entscheiden lassen? Solang sie die Macht
haben, sind sie wenigstens nicht laestig.
Die Gaensehaut des Respekts durchschauert mich ob dieser schlauen Strategie.
"Lasst die Moerder morden, dann muss man wenigstens nicht streiten mit ihnen!",
das ist hoehere Diplomatie.
Ich jedenfalls wuensche Igor nur das beste. Vor allem wuensche ich ihm, dass
sein Lieblingsspruch, der fast schon ein 4. Axiom waere, (das Igor aber 
schon deshalb nicht hat, weil er nur bis 3 zaehlen kann, Anm. d. Red.)
dereinst auch auf ihn angewendet werden moege.
Dieser Lieblingsspruch heisst: "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Ueber den Autor:

Michael Demelbauer ist ein freundlicher Mitteleuropaeer ohne jede literarische
Bildung, der nach Alkoholkonsum zu Aggresivitaet neigt. Vielleicht hat er den
Igor nur deshalb erfunden, weil er selbst ein Igor ist, der den Igor braucht,
damit endlich der Igor an allem schuld ist.
Wie dem auch immer sei: "Welcher Igor ist jetzt eigentlich schuld?"
Dies werden wir heute, so traurig es auch klingt, nicht mehr klaeren koennen,
denn leider stimmt ja die Aussage: "Wer Rassisten hasst, ist ein Rassist."
Warum gelingt es mir nicht die Rasse der Rassisten nicht zu hassen?
Ganz einfach: "Weils alle weg gehoeren!"
-- 
                        Michael P. Demelbauer
          WSR (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Rechenzentrum)	
			LUGA (Linux User Group Austria)
                 The reasonable man adapts himself to the world.
	The unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself.
	         Therefore all progress depends on the unreasonable man.



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September 2010